BMU-Fachtagung "Wer hat Angst vorm bösen Wolf?"
Unter dem Titel “Wer hat Angst vorm bösen Wolf? – Vermittlung konfliktträchtiger Umwelt- und Naturschutzthemen” hatte das Bundesumweltministerium Wolf- und Naturschützer, Wissenschaftler, Vertreter von Bund und Ländern sowie Betroffene am 13. Februar 2007 in Berlin zu einer Tagung eingeladen.
Als ein ermutigendes Zeichen für den Artenschutz hat die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Astrid Klug, die Rückkehr der Wölfe bezeichnet. “Seit einigen Jahren sind Wölfe in Deutschland wieder heimisch geworden. Die Rückkehr der Wölfe in ihre natürlichen Lebensräume bereichert die Lebensvielfalt in unserem Land”, sagte Klug bei der Eröffnung der Tagung.
Das Bundesumweltministerium fördert das Forschungsvorhaben “Fachkonzept für Wolfsmanagement in Deutschland”, es wird vom Bundesamt für Naturschutz fachlich betreut. In diesem Rahmen wurde jetzt der Leifaden “Leben mit Wölfen – Leitfaden für den Umgang mit konfliktträchtigen Tierarten in Deutschland” vom Staatlichen Museum für Naturkunde Görlitz und dem Wildbiologischen Büro LUPUS erarbeitet. Der Leitfaden soll als fachliche Grundlage für die Entwicklung eines zwischen den zuständigen Behörden und Interessengruppen abgestimmten Managementplanes für Wölfe in Deutschland dienen.
Bleibt zu hoffen das bei all dem Managment auch wirklich der Wolf der Nutznießer ist!
Bei der Diskussion über die Rückkehr der Wölfe ging es vor allem um die Frage, wie möglichen Ängsten und Befürchtungen in der Bevölkerung begegnet werden kann, um Akzeptanz für wildlebende Wölfe zu erzeugen und zu erhalten.
Zum Abschluss der Tagung hatte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel zu einem Empfang geladen. Dabei war auch die international bekannte Pianistin Hélène Grimaud zu Gast, die sich auch als engagierte Wolfsschützerin einen Namen gemacht hat. Moderiert wurde das Gespräch von dem Wissenschaftsjournlisten Ranga Yogeshwar.



