Gemeinsame Liebe - gemeinsame Arbeit
Zu Beginn unserer Freundschaft war es für mich ein besonderes Erlebnis, wenn ich Zoltan zu seinen Tieren begleiten durfte. Inzwischen ist aus unserer Freundschaft auch eine feste Partnerschaft entstanden.
In unserem privaten Gehege in Ungarn gibt es über 120 Tiere. Diese Tiere zu versorgen, artgerecht zu halten und medizinisch zu betreuen steht für uns an erster Stelle und stellt jeden Tag aufs Neue eine Herausforderung dar.
Neben den Wölfen und Bären gibt es noch jede Menge Wildschweine, Hängebauch-Schweine, einen Luchs, Rotwild, Hirsche, Pferde, Schafe, Hunde, Wolfshybriden und Katzen. Die Tiere kommen zum Teil aus Wildparks, Zoos oder privaten Händen.
Die Wildtierauffangstation erhält Unterstützung von Universitäten. Angehende Biologen helfen uns bei der Aufzucht von Jungtieren und unterstützen uns bei Forschungsarbeiten. Gefördert wird die Station vom Land Ungarn und nicht zuletzt gibt es einige Privatpersonen die uns im Rahmen ihrer Möglichkeiten unterstützen.
Das alles reicht aber bei weitem nicht aus um die vielen Tiere gut zu versorgen. Vorträge und Vorführungen in anderen Tierparks und Filmaufnahmen mit einigen der Tiere sind inzwischen ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit.
Bei diesen Vorführungen bzw. Dreharbeiten ist es mein besonderes Anliegen dazu beizutragen, dass der Wolf in Europa wieder heimisch werden kann. Wichtig ist es uns dabei ihm von seinem, über viele Jahre angelasteten schlechten Ruf zu befreien.
Es erfordert sehr viel Vertrauen und Einfühlungsvermögen bis wir mit den Wölfen und anderen Tieren vor der Kamera oder bei Vorführungen zusammen arbeiten können. Dabei ist es uns wichtig ihre Natur zu berücksichtigen, nichts darf unter Zwang geschehen.
In vielen Naturfilmen und Reportagen haben Tiere von uns eine Rolle gespielt, unter anderem auch in dem Film “ÖTZI” oder “Die Alpen” sowie in der 3teiligen Reportage des ZDF “Die Entdeckung der Kontinente Europas”. Auch so manchen Werbespot haben wir mit ihnen gedreht.
Bei der Arbeit mit den verschiedenen Tieren ist es der Wolf der für mich immer im Vordergrund steht und dem meine ganze Liebe gehört.
Die Aufzucht von Wölfen und somit ein Leben mit ihnen umfasst ein breites Spektrum an Geduld, Einfühlungs- und Durchsetzungsvermögen. Nur mit viel Liebe ist es möglich Vertrauen zu diesem Wildtier aufzubauen, ein Vertrauen das, ist es erst einmal vorhanden, eine Wolfsliebe ist die für immer hält – geht man sensibel mit ihr um.
Es gibt zwischen den verschiedenen Wolfsunterarten wie z.B. dem Europäischen Wolf und dem Kanadischen Wolf klare Unterschiede. Das Verhalten dieser Tiere zu beobachten und die Unterschiede zu studieren ist für mich Freude und Offenbarung. Ich möchte an dieser Stelle nur einen markanten Unterschied nennen, die Scheuheit vor fremden Menschen. Die lange Verfolgung des Wolfes ist ein ausschlaggebender Grund dafür, dass der Europäische Wolf scheuer und vorsichtiger ist als alle anderen Wolfsunterarten (ausgenommen der indische Wolf). So zeigt der Timberwolf, der weniger verfolgt wurde nicht solch eine Vorsicht bzw. Scheuheit gegenüber dem Menschen.Jedoch ist dieses Verhalten vom einzelnen Tier abhängig.
Ein interessanter Teil unserer Wolfsforschung ist die Ranzzeit, in der sich das Verhalten der Wölfe sehr verändert, Rangordnungskämpfe innerhalb des Rudels stehen im Vordergrund.
Ziel unserer Wolfsforschung ist es dazu beizutragen dem Wolf zu einer fairen Überlebenschance zu verhelfen.
Ich hoffe, dass viele die diese Homepage besucht haben, sich unserem Ziel anschließen und mit dem Motto “Chance für den Wolf” dazu beitragen es zu verwirklichen.









